Erster Eichsfelder Schulpreis verliehen – Schülerinnen und Schüler präsentieren herausragende Arbeiten mit regionalem Bezug

Im historischen Ambiente von Schloss Bischofstein in Lengenfeld unterm Stein wurde am Donnerstag, dem 18. Juni 2026, erstmals der Eichsfelder Schulpreis verliehen. Zahlreiche Gäste aus Bildung, Politik und Wirtschaft waren der Einladung gefolgt, darunter Thüringens Bildungsstaatssekretär Bernd-Uwe Althaus, der Landtagsabgeordnete Jonas Urbach, Vertreter der VR-Bank Mitte eG, des Staatlichen Schulamtes Nordthüringen sowie des Geographischen Instituts der Georg-August-Universität Göttingen. Ebenso nahmen Schulleitungen der Eichsfelder Gymnasien, die nominierten Schülerinnen und Schüler mit ihren Familien sowie die betreuenden Seminarfachlehrer an der Veranstaltung teil.

Mit der feierlichen Preisverleihung fand ein Projekt seinen vorläufigen Höhepunkt, das seit zwei Jahren Schülerinnen und Schüler dazu motiviert, sich intensiv mit ihrer Heimatregion auseinanderzusetzen. Der Wettbewerb wurde von dem HVE-Vorsitzenden und Vorsitzenden des Heimatvereins Goldene Mark Gerold Wucherpfennig sowie Dr. Tobias Reeh und Dr. Steffen Möller vom Geographischen Institut der Georg-August- Universität Göttingen ins Leben gerufen.

Ziel des Eichsfelder Schulpreises ist es, regionale Themen stärker in den Fokus der Seminarfacharbeiten zu rücken und junge Menschen für Geschichte, Kultur, Gesellschaft und Zukunftsfragen des Eichsfeldes zu sensibilisieren. „Gleichzeitig soll die Auseinandersetzung mit der Region das Heimat- und Regionalbewusstsein stärken.“, so HVE Vorsitzender Gerold Wucherpfennig.

Für den ersten Wettbewerbsdurchgang entstanden an den beteiligten Gymnasien insgesamt 49 Seminarfacharbeiten mit Eichsfeld-Bezug. Jedes Gymnasium konnte seine drei besten Arbeiten für den Wettbewerb einreichen. Besonders stark vertreten waren das Eichsfeld-Gymnasium Duderstadt, das Käthe-Kollwitz-Gymnasium Lengenfeld unterm Stein sowie das St.-Josef-Gymnasium Dingelstädt. Insgesamt wurden durch die Eichsfelder Gymnasien zehn Facharbeiten bei der Bewertungskommission vorgelegt; die besten drei für das Finale nominiert.

Hohe Qualität der eingereichten Arbeiten

Die Bewertung erfolgte zweistufig. Bereits im Vorfeld wurden die schriftlichen Arbeiten durch eine Fachjury bewertet. Dieser gehörten Gerold Wucherpfennig (HVE Eichsfeld Touristik e. V.), Dr. Steffen Möller (Geographisches Institut der Universität Göttingen), Florian Hartleib (VR-Bank Mitte eG), Matthias Hampe (Staatliches Schulamt Nordthüringen) sowie Sigrid Seifert (Vereinfür Eichsfeldische Heimatkunde) an. Die mündliche Präsentation am 18. Juni floss mit weiteren 50 Prozent in die Gesamtwertung ein. Die Punktzahlen lagen dabei äußerst eng beieinander, was die hohe Qualität aller eingereichten Arbeiten unterstreicht.

Die drei Finalisten präsentierten ihre Projekte jeweils in einem 15-minütigen Vortrag vor Jury und Gästen.
Den dritten Platz belegte die Seminarfacharbeit von Fabienne Bartholomäus, Laura Hellbach, Lena Schmidt und Emily Schneider vom St.-Josef-Gymnasium Dingelstädt. Unter dem Titel „Die Herausforderungen und Lösungsansätze für Schülertransporte mit dem Bus in der Umgebung von Dingelstädt unter Berücksichtigung des Nachhaltigkeitsaspektes“ untersuchte die Gruppe aktuelle Probleme im Schülerverkehr und entwickelte ein eigenes Konzept für Verbesserungen im Busverkehr.
Auf dem zweiten Platz landete Ina Rode vom Eichsfeld-Gymnasium Duderstadt. In ihrer Arbeit ging sie der Frage nach, wie der Wiedervereinigungsbrunnen in Duderstadt heute in der lokalen Gesellschaft wahrgenommen wird und welche Bedeutung dem Denkmal zugeschrieben wird. Im Mittelpunkt standen Aspekte der Erinnerungs- und Geschichtskultur im Eichsfeld. Als besonderen Eigenanteil führte sie Befragungen zur Wahrnehmung und den Erinnerungen der Bevölkerung an den Brunnen durch.
Den ersten Platz sicherte sich die Seminarfachgruppe Maximilian Mähler, Mika Stütze und Philip Müller vom Käthe-Kollwitz-Gymnasium Lengenfeld unterm Stein. Ihre Arbeit „Schloss Bischofsheim und seine Bedeutung im Wandel der Zeit“ beschäftigte sich mit der Frage, wie Geschichte und Bedeutung des Schlosses für die Region bewahrt und zeitgemäß vermittelt werden können. Im praktischen Teil entwickelten die Schüler einen Audioguide, der insbesondere jungen Menschen einen modernen Zugang zur Geschichte des Schlosses ermöglicht.

Preisgelder für die Bestplatzierten

Die Sieger erhielten dank dem Sponsoring der VR-Bank Mitte eG Preisgelder in Höhe von 1.000 Euro für den ersten Platz, 600 Euro für den zweiten Platz sowie 400 Euro für den dritten Platz.

Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von der Schulband des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums Lengenfeld unterm Stein unter der Leitung von Barbara Hilpert. Mit dem erfolgreichen Abschluss des ersten Wettbewerbsdurchgangs hat sich der Eichsfelder Schulpreis bereits als wichtiger Beitrag zur regionalen Bildungslandschaft etabliert. „Die eingereichten Arbeiten zeigen eindrucksvoll, wie vielfältig und kreativ sich junge Menschen mit ihrer Heimatregion auseinandersetzen und dabei wertvolle Impulse für die Zukunft des Eichsfeldes geben können“, so HVE Vorsitzender Gerold Wucherpfennig.

Artikel: Pressemitteilung des HVE, Titelbild: Preisverleihung des ersten Eichsfelder Schulpreises in Lengenfeld unterm Stein (Foto: Lena Breuer, HVE)

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